Felix Uhlig ist Event-Moderator mit Souveränität, Charme und einem ausgeprägten Gastgeber-Instinkt.
Seit über 16 Jahren begleitet er Live-Formate unterschiedlichster Art – von Corporate Events und Kongressen bis hin zu Galas, Roadshows sowie digitalen und hybriden Produktionen. Was ihn dabei auszeichnet: Er verbindet klare Struktur mit spürbarer Leichtigkeit, bleibt auch in dynamischen Situationen ruhig und sorgt dafür, dass sich Publikum, Speaker und Regie gleichermaßen sicher fühlen. Geprägt durch seine Ausbildung in der gehobenen Hotellerie bringt er ein feines Gespür für Etikette, Timing und Atmosphäre mit. Im Interview sprechen wir mit Felix darüber, was eine Moderation wirklich erfolgreich macht, wie man zwischen Sprachen und Zielgruppen elegant wechselt – und warum ein gutes Event vor allem dann gelingt, wenn jeder im Raum sich gesehen fühlt.
Felix Uhlig im Interview
Felix, wie sind Sie dazu gekommen, Moderator zu werden, und was hat Ihr Interesse an diesem Beruf geweckt?
Ich war schon immer „Klassen-Clown“ – also auch als Kind und in der Schule schon. In der 4. Klasse beim ersten Schulmusical konnte ich das direkt unter Beweis stellen. Dieses „Laute“ war nicht immer förderlich für meinen Werdegang und hat mich leider auch ein paar Extra-Runden gekostet.
Nach meiner Ausbildung zum Hotelfachmann hab ich dann aber schnell gemerkt, dass ich eher für die Bühne gemacht bin. Ob mir 10, 100 oder 10.000 zuhören, machte mir noch nie etwas aus, also war der Wunsch auch schnell in die Tat umgesetzt und so habe ich mich 2010 selbstständig gemacht.
Was waren die größten Herausforderungen, denen Sie in Ihrer Karriere als Moderator begegnet sind, und wie haben Sie diese überwunden?
Die 3 S – Steuern, Sichtbarkeit und Schule des Lebens
Ersteres habe ich durch viel Recherche und Unterstützung von außen dann erst 2015 in den Griff bekommen. Die Sichtbarkeit löse ich durch (mittlerweile) viele Kontakte, also ein großes Netzwerk an Eventmacher*innen und auch Kolleg*innen aus der Moderationsbranche.
Die Schule des Lebens endet nie, aber ich glaube mit meinen mittlerweile 16 Jahren auf der Bühne, am Mikro und vor der Kamera, habe ich schon ganz gute Erfahrungen sammeln können und zahlreiche Herausforderungen gemeistert.
Welche Eigenschaften und Fähigkeiten halten Sie für die wichtigsten, um ein erfolgreicher Moderator zu sein?
Ich bin ein absoluter Gastgeber. Sei es durch meine Ausbildung, wenn Freunde und Familie zuhause zu Gast sind oder eben auf der Bühne. Ich liebe es einfach, wenn sich meine Gäste wohlfühlen. Da spielt es einem gut in die Karten, wenn man Wünsche erkennt, bevor sie ausgesprochen werden.
Zusätzlich spreche ich deutsch und englisch auf Muttersprachniveau. Das hilft bei internationalen Projekten, wenn man sich in der einen Sprache off stage absprechen und auf der Bühne eine oder beide Sprachen für’s Event nutzen kann.
Tech-Affinität: Ich meine… wenn es einen Knopf oder ein Display hat, hab ich’s schon ganz gern zuhause. 😅
In Summe: Gastgeber-Gen, Internationalität, Eigenständigkeit on Site und Humor.
Können Sie uns von einem besonders denkwürdigen oder herausfordernden Event erzählen, das Sie moderiert haben?
2024 bat mich ein Kunde während einer Umbaupause von 20 Minuten, die Gäste so lange zu „beschäftigen“. Bühne war eine Arena, die auf allen 4 Seiten von Tribünen mit Gästen umgeben war. Ich löste es durch eine spontane „Publikum-als-Chor“ Impro, die ich einmal bei Jacob Collier gesehen hatte. DAS war krass. Es funktionierte unglaublich gut. 20 Minuten Gänsehautmomente bei allen Beteiligten und am Ende zahlreiche Gäste, die zu mir kamen und mir mitteilten, wie beeindruckend und schön sie diesen Teil fanden.
Wie bereiten Sie sich auf eine Moderation vor, und welche Strategien verwenden Sie, um während eines Events flexibel zu bleiben?
Meine Vorbereitung für ein Event/Projekt startet maximal 2 Wochen (lieber noch 1 Woche) vor dem Event/Projekt. Wenn ich früher damit starte, ist bis zum Event wieder alles weg und zwischendrin passieren zu viele andere Dinge und auch andere Events.
Recherche und Austausch zu und mit Speakern, Teilnehmenden, der Firma, Ziel des Events, Austausch mit Verantwortlichen. Dann gibt es Moderationskarten, die immer weniger Text enthalten. Von Fließtext zu wichtigsten Punkten, zu Stichworten zu keine Karten mehr und alles im Kopf. So bin ich auf der Bühne frei und kann auch besser mit den Gästen interagieren.
Was sind die wichtigsten Trends und Entwicklungen im Bereich Moderation und Eventmanagement, die Sie derzeit beobachten?
Co-Creation. Gäste wollen maßgeblich am Programm beteiligt sein. Niemand will mehr die klassische Frontbeschallung. Ich liebe es, mit dem Publikum zu interagieren und sie mit einzubeziehen.
Thema KI? In der Live-Moderation kein wirkliches Thema. KI Avatare können nicht leisten, was echte Live-Moderator*innen leisten. Impro, Empathie… das muss von Menschen kommen.
Welche Ratschläge würden Sie jemandem geben, der eine Karriere als Moderator anstrebt?
Machen. Starte jetzt sofort. Wenn Du das Gefühl hast, es brennt etwas in Dir, lass es frei. Sammle Deine Erfahrungen, mach Deine Fehler, erweitere Dein Netzwerk. Und setze Dich ab Tag 1 mit dem Thema Steuern auseinander. 😂
Wie gehen Sie mit schwierigen oder unerwarteten Situationen während einer Veranstaltung um?
Wenn es passt: Humor. Damit kann man so unglaublich viel lösen. Fast in jeder Situation. Wenn es einmal nicht passen sollte, hilft mir meine Erfahrung, die richtigen Dinge zu tun. Auch spontan. Das ist wie Muscle-Memory. Das sitzt. Wie, wenn jemand einem aus dem Nichts einen Ball zuwirft. Man fängt oder wehrt ab. Das hat man einfach drin.
Felix Uhlig als Moderator buchen: 1 (704) 804 1054 oder welcome@premium-speakers.com
