Franca Lehfeldt – Das Leistungsprinzip
Franca Lehfeldt – Lohnt sich Leistung oder kann das weg?
In Kiel begann der Abend mit einem Satz, der schon einmal ein ganzes Land elektrisieren sollte: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen.“ Der Gastgeber zitierte Roman Herzog. Rund 100 Gäste waren gekommen, gesetztes Dinner, runde Tische, lebhafte Gespräche.
Franca Lehfeldt war eingeladen, um über das Leistungsprinzip zu sprechen. Ihr Vortrag trägt den Titel: „Von nichts kommt nichts – ein Plädoyer für das Leistungsprinzip“.
Sie glaubt an Leistung, Ehrgeiz und die Extrameile. Sie mag Menschen, die mehr wollen, Verantwortung übernehmen und nicht zuerst erklären, warum etwas nicht geht. Und Franca Lehfeldt es für gefährlich hält, wenn eine Gesellschaft beginnt, Anstrengung zu verdächtigen und Durchschnitt zur Tugend zu erklären.
Die Debatte über Leistung ist ernster geworden ist.
Wer heute über Leistung spricht, kann nicht mehr einfach sagen: Macht mehr. Strengt euch an. Reisst euch zusammen. Dafür ist die Wirklichkeit zu herausfordernd, zu teuer, zu bürokratisch, zu sehr geprägt von politischen Versäumnissen und wirtschaftlicher Unsicherheit.
Niemand im Raum resignierte. Aber es gab auch keine Illusionen. Die Frage, die unter vielen Gesprächen lag, war nicht: Warum soll ich leisten? Sondern: Was bleibt von meiner Leistung?
- Leistung braucht das Versprechen, dass Einsatz einen Unterschied macht. Im Leben, auf dem Konto, in der Freiheit und in den Möglichkeiten. Dieses Versprechen ist brüchig geworden.
- Wenn jede zusätzliche Arbeitsstunde mit Abgaben belegt ist, Reformen angekündigt, vertagt und zerredet werden, Preise steigen und Bürokratie wächst, dann folgt auf „Von nichts kommt nichts“ irgendwann die Gegenfrage: Und was kommt von mehr?
Franca Lehfeldt glaubt weiterhin an das Leistungsprinzip. Vielleicht heute mehr als früher. Aber man verteidigt es nicht, indem man den Menschen nur mehr Anstrengung abverlangt. Man verteidigt es, indem man die Bedingungen benennt, unter denen Leistung entsteht oder erschöpft wird.
Die Lust auf Leistung ist da. Aber sie braucht wieder einen fairen Rahmen. Vielleicht ist das der eigentliche Ruck, den Deutschland heute braucht: nicht der erhobene Zeigefinger gegenüber denen, die leisten sollen, sondern der politische Mut, Leistung wieder spürbar zu belohnen.
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Daniel Cronin – Meet your future team
Bei der LexCon 2026 von LexisNexis Österreich in Wien sprach Keynote Speaker Daniel Cronin über die Zukunft der Zusammenarbeit von Mensch und Künstlicher Intelligenz. Unter dem Motto „Meet your future team“ stellte der Gastgeber Legal-AI-Lösungen vor, Cronin lieferte den Blick auf die Rolle des Menschen in diesem Team.
Ausgangspunkt seiner Keynote war ein Satz des Biologen Edward O. Wilson: Die Menschheit habe paläolithische Emotionen, mittelalterliche Institutionen und gottgleiche Technologie. Für Cronin beschreibt das kein Problem, sondern eine Teamaufstellung: Das Team der Zukunft ist das älteste Team der Welt, neu ist nur die Rollenverteilung.
Seine These: Inkrementelle Innovation gehört der KI, die Regeln anwendet, Muster fortschreibt und Entwürfe liefert. Radikale Innovation bleibt beim Menschen, weil sie aus Neugier, Unzufriedenheit und kritischem Denken entsteht. KI arbeitet mit Präzedenzfällen, Menschen schaffen sie. Die Maschine beantwortet die Frage „Können wir?“, die Fragen „Dürfen wir?“ und „Sollen wir?“ bleiben bei den Rechts-, Steuer- und Compliance-Profis.
Daniel Cronin, bekannt als „The Pitch Professor“, ist Serial Entrepreneur, Hochschullehrer an der WU Wien und TU Wien und war Host der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“. In seinen Keynotes verbindet er Innovation, Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit.
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Zamina Ahmad – KI-Expertin & Tech-Leader
Mit über 15 Jahren Erfahrung in Data Science, Machine Learning und AI-Produktentwicklung hilft Zamina Ahmad Unternehmen, Künstliche Intelligenz nicht nur einzuführen, sondern sie auch richtig zu nutzen und zu entwickeln.
Von Personalisierungsalgorithmen über KI-Modelle für autonomes Fahren bis hin zu KI-Lösungen für die Energiewende und den gemeinnützigen Sektor: Sie bringt technische Tiefe und strategisches Denken zusammen.
Heute berät Zamina Ahmad Organisationen dabei, KI jenseits von Tools zu denken. Als CEO von shades&contrast schafft sie KI-Lösungen, die zukunftsorientiert skalieren und dabei verantwortungsvoll bleiben.
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