Daniela Herrmann ist Mitgründerin und CEO von Dynex sowie eine international anerkannte Vordenkerin für quantum-getriebenes neuromorphes Computing und skalierbare Hochleistungsarchitekturen. Als Head of Global Leadership und Missionsleiterin von Dynex Moonshots verantwortet sie Strategie, Investitionen und ethische Leitplanken im Dynex-Ökosystem.
In ihren Vorträgen verbindet Daniela Herrmann tiefgehende Technologiekompetenz mit wirtschaftlicher Umsetzbarkeit, Governance-Fragen und gesellschaftlicher Verantwortung. Sie zeigt, wie Quanten- und Zukunftstechnologien bereits heute reale industrielle Use Cases ermöglichen – von Logistik, Energie und Gesundheitswesen bis zu Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimamodellierung.
Mit über 25 Jahren Führungserfahrung in Investment-, Finanz- und Innovationsumfeldern, einem volkswirtschaftlichen Hintergrund (HSG) und einem MBA der Universität Zürich steht sie für strategische Klarheit, verantwortungsvolle Innovation und den Aufbau globaler Technologie-Ökosysteme. Daniela Herrmann zählt zu den prägendsten Stimmen der nächsten Computing-Ära.
Daniela Herrmann im Interview:
1. Welche Kernthemen enthalten Ihre Vorträge?
Dynex positioniert sich als Quantum-as-a-Service (QaaS)-Plattform, die sich auf neuromorphe und quanteninspirierte Rechenarchitekturen konzentriert, um realweltliche Optimierungsprobleme im industriellen Maßstab zu lösen.
- Dynex Moonshots fungiert als strategischer und investitionsorientierter Arm des Dynex-Ökosystems und unterstützt langfristige, wirkungsstarke Initiativen in den Bereichen Natur, Gesundheit, Gesellschaft und Weltraumforschung.
- Beide Organisationen legen großen Wert auf ethische Verantwortung, Transparenz und Zugänglichkeit bei der Entwicklung und Implementierung fortschrittlicher Computing-Technologien.
Basierend auf der Mission von Dynex und der Arbeit von Dynex Moonshots befassen sich meine Keynotes in der Regel mit folgenden Schwerpunkten:
1. Zukunftsroadmap für Quantum & Neuromorphes Computing
- Der Übergang von GPU-basierter Quantum-Emulation zu dedizierter neuromorpher bzw. siliziumbasierter Quantenhardware
- Eine langfristige (10+ Jahre) Vision zur Skalierung der Dynex-Architektur und ihrer Positionierung im globalen Quantum-Computing-Markt
2. Reale Anwendungen und Use Cases
Wie Dynex-Technologie komplexe Optimierungsherausforderungen löst, unter anderem in den Bereichen:
- Lieferketten und Logistik
- Energieeffizienz und Nachhaltigkeitsmodelle
- Gesundheitswesen, Biologie und Wirkstoffforschung
- Umweltschutz und Klimamodellierung
3. Dynex Moonshots: Gesellschaftlich relevante Großinitiativen
Wie Moonshots fortschrittliche Rechentechnologien auf globale Herausforderungen anwendet, zum Beispiel:
- Naturschutzprojekte
- Forschung zu Gesundheit und Langlebigkeit
- Soziale Innovation und Infrastruktur
- Zukunftsorientierte wissenschaftliche Exploration, einschließlich weltraumbezogener Forschung
4. Ethik, Transparenz & verantwortungsvoller Einsatz fortschrittlicher Technologien
- Governance-Strukturen für den verantwortlichen Einsatz von Quantum- und KI-Technologien
- Mechanismen für ethische und technische Validierung
- Transparenzsysteme einschließlich blockchain-basierter Verifizierung von Berechnungen
5. Aufbau des Ökosystems, Partnerschaften & Marktstrategie
- Zusammenarbeit mit Unternehmen, Forschungsinstitutionen, NGOs und Investoren
- Positionierung von Dynex als skalierbares, zugängliches Computing-Ökosystem statt als geschlossenes Experimentalsystem
- Strategien zur Integration von Entwicklern, Kunden und Infrastrukturpartnern in ein gemeinsames Netzwerk
2. Welches Publikum bzw. welche Branche erreichen Sie mit Ihrer Rede?
Meine Vorträge richten sich vor allem an Zielgruppen, die an der Schnittstelle von Spitzentechnologie, Innovation und realweltlicher Problemlösung arbeiten. Diese Themen sind besonders relevant für:
- Unternehmen und Forschungsteams, die mit komplexen Optimierungs-, Simulations- oder Hochleistungsrechenaufgaben konfrontiert sind
- Investoren, Technologieführer und Innovationsverantwortliche, die an langfristigen, wirkungsstarken Deep-Tech-Initiativen interessiert sind
- Organisationen, die Wert auf eine ethische, transparente und nachhaltige Einführung neuer Technologien legen
- Fach- und Führungskräfte, die die praktische Entwicklung von Quantum- und neuromorphem Computing vom theoretischen Konzept hin zur realen Anwendung verfolgen
Mein Publikum besteht typischerweise aus Entscheidungsträgern und Experten, die verstehen möchten, wie Next-Generation-Computing sinnvoll und verantwortungsvoll im großen Maßstab eingesetzt werden kann.
3. Warum sind Sie ein Premium Speaker und woher nehmen Sie Ihre Kenntnisse?
Ich bin ein Premium Speaker, weil Vielseitigkeit mein ganzes Leben geprägt hat.
Als Polymath habe ich mich nie auf eine einzige Disziplin beschränkt. Ich habe Finanzwelt, Technologie und menschliche Systeme mit tiefem Interesse erkundet nicht nur theoretisch, sondern durch reale Erfahrungen. Ich habe Grenzen getestet, Annahmen hinterfragt und aus erster Hand gelernt, wie verschiedene Systeme funktionieren, wo sie überzeugen und wo sie scheitern.
Diese Breite ermöglicht es mir, Erkenntnisse über Fachgrenzen hinweg zu verbinden und komplexe Inhalte so zu vermitteln, dass Menschen sie verstehen, fühlen und anwenden können. Ich spreche nicht aus Theorie allein ich spreche aus gelebter Erfahrung.
Ein wesentlicher Teil meiner Perspektive ist der Fokus auf Ethik. Auf meinem Weg habe ich gesehen, dass viele wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Strukturen aus dem Gleichgewicht geraten sind. Innovation schreitet voran, aber Verantwortung hält nicht immer Schritt.
Ich bin überzeugt: Technologie und Finanzsysteme müssen dem Menschen dienen nicht umgekehrt. Echter Fortschritt braucht Balance: zwischen Wachstum und Ethik, Effizienz und Empathie, individuellem Erfolg und gemeinsamer Verantwortung. Meine Vorträge laden dazu ein, dieses Gleichgewicht neu zu denken.
Deshalb informieren meine Vorträge nicht nur sie bewegen, regen zum Nachdenken an und inspirieren zu bewusstem Handeln.
4. Was bringt die Zukunft? Spielt die «Zeit» in Ihrem Metier eine Rolle? Oder Stetigkeit?
Die Zukunft ist kein ferner Punkt auf einer Zeitlinie.
Wenn wir Zeit nicht mehr als strikt linear betrachten, erkennen wir: Die Zukunft entsteht bereits im Jetzt durch das, was wir denken, entscheiden und aufbauen.
Was wir im Geist formen unsere Werte, Absichten und Vorstellungen von Fortschritt beginnt sich schon in der Gegenwart zu manifestieren. Die Zukunft ist nichts, worauf wir warten; sie ist ein kontinuierlicher Prozess, den wir aktiv gestalten.
Das führt zu einer tieferen Frage:
Wie sollten wir Zeit und Raum verstehen, während Technologie unser Verhältnis zu komplexen Systemen verändert?
Mit dem Fortschritt in Bereichen wie KI, Quantencomputing und modernen Systemarchitekturen wird Kausalität weniger linear. Systeme sind hochgradig vernetzt, selbstverstärkend und beschleunigt. Entscheidungen verbreiten sich beinahe sofort über Organisationen, Märkte und sogar gesellschaftliche Strukturen hinweg.
Spielt Zeit also noch eine Rolle?
Ja aber in einer anderen Bedeutung.
Zeit ist nicht mehr nur eine physikalische Dimension, sie ist zu einer strategischen Ressource geworden.
In technologisch wettbewerbsintensiven Umgebungen bestimmt Zeit:
- wie lange ein Vorsprung bestehen bleibt,
- wie schnell Systeme angepasst oder neu gestaltet werden können,
- und ob Innovation nachhaltige Wirkung erzielt oder nur kurzfristige Beschleunigung bringt.
Bei wirklich bahnbrechenden Technologien wird Zeit zu einem engen Fenster der Gelegenheit. Die entscheidenden Fragen verschieben sich von Geschwindigkeit hin zu verantwortungsvollem Gestalten:
- Wie viel Zeit haben wir, um Systeme sinnvoll und verantwortungsvoll zu verändern?
- Wie schaffen wir Kontinuität und Stabilität inmitten schneller Entwicklung?
Zeit vs. Kontinuität
Nachhaltiger Fortschritt entsteht nicht allein durch Geschwindigkeit, sondern durch Kontinuität.
Kontinuität bedeutet:
- Werte in Technologie zu verankern,
- Systeme so zu gestalten, dass sie sich langfristig entwickeln können,
- und sicherzustellen, dass Innovation nicht nur schneller, sondern besser wird.
Die Zukunft gehört nicht denen, die am schnellsten innovieren
sondern denen, die Zeit bewusst einsetzen, Technologie mit Verantwortung verbinden und Systeme schaffen, die Bestand haben.
Kernbotschaft
Die Zukunft geht nicht um morgen.
Sie beginnt im Denken von heute.
Zeit ist kein Hindernis sie ist ein Gestaltungselement.
Und Kontinuität ist das, was Innovation in echten Fortschritt verwandelt.
5. Nennen Sie uns Ihr Lebensmotto! Was möchten Sie den Zuhörern unbedingt mit auf den Weg geben?
Wir können unsere Probleme nicht mit dem gleichen Denken lösen, mit dem wir sie geschaffen haben.
Quantentechnologien werden unsere Annahmen herausfordern, unsere Modelle infrage stellen und sogar unser Verständnis von Realität erweitern, also bleiben wir neugierig.
Neugier ist nicht nur eine Haltung, sie ist eine Verantwortung. Sie ermöglicht es uns, alte Systeme zu hinterfragen, neue Möglichkeiten zu entdecken und komplexe Herausforderungen mit Offenheit statt mit Angst zu begegnen.
Was ich meinem Publikum mitgeben möchte, ist Folgendes:
Innovation beginnt in dem Moment, in dem wir bereit sind, anders zu denken.
Wenn wir neugierig bleiben, mutig sind und bereit, das Mögliche neu zu definieren, können wir eine Zukunft gestalten, die nicht nur technologisch weiter ist, sondern menschlicher und sinnvoller.
