Marie-Agnes Strack-Zimmermann – Europäische Sicherheitspolitik
„Raushalten und sich wegducken ist für eine so große Volkswirtschaft wie Deutschland keine Option – und bestenfalls naiv.“ – Warum Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann unbequem ist. Und warum genau das zählt.
Es gibt Politiker, die sagen, was ihr Publikum hören möchte. Und es gibt welche, die sagen, was gesagt werden muss.
Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Und genau das macht sie zu einer der interessantesten Stimmen, die man heute auf eine Bühne holen kann.
Von Düsseldorf in die Schaltstellen europäischer Sicherheitspolitik
Ihre Geschichte beginnt nicht in Berlin. Sie beginnt in Düsseldorf – wo sie 1958 geboren wurde, aufwuchs und nach ihrem Studium der Publizistik, Politikwissenschaft und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München1986 zum Dr. phil. promovierte. Über 20 Jahre lang arbeitete sie danach als selbstständige Verlagsrepräsentantin – bodenständig, unternehmerisch, weit entfernt von Berliner Politikblasen.
1999 stieg sie in die Kommunalpolitik ein. Von 2008 bis 2014 war sie Erste Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf. Dann lockte Christian Lindner sie nach Berlin. Und aus der Kommunalpolitikerin wurde eine der profiliertesten Sicherheitspolitikerinnen Deutschlands.
Von 2017 bis 2024 war sie Bundestagsabgeordnete, von 2021 bis 2024 Vorsitzende des Verteidigungsausschusses – in genau jenen Jahren, in denen dieser Ausschuss wichtiger war als je zuvor. Seit der Europawahl 2024 sitzt sie im Europäischen Parlament und führt dort den Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung (SEDE) – den mächtigsten Sicherheitsausschuss auf EU-Ebene.
Die Frau, die 2008 skeptisch wurde
Was Strack-Zimmermann von vielen Verteidigungspolitikern unterscheidet: Sie hat früh gesehen, was andere lange nicht sehen wollten.
In einem Interview mit der Fachzeitschrift Internationale Politik beschreibt sie es selbst: „Ich wurde das erste Mal im Jahr 2008 skeptisch, als die Ukraine die NATO darum bat, in das Bündnis aufgenommen zu werden, die Amerikaner zwar dafür waren, die Franzosen und Deutschen aber dagegen. Das fand ich irritierend, denn den Wunsch der Ukraine, Mitglied der NATO zu werden, konnte ich gut nachvollziehen.“
Dieser Satz erzählt viel. Nicht nur über die Außenpolitik der vergangenen Jahrzehnte. Sondern über eine Politikerin, die bereit war, früher als andere unbequeme Schlüsse zu ziehen – und sie laut auszusprechen.
Das Buch: Streitbar. Und stolz darauf.
2022 erschien ihr Buch „Streitbar. Was Deutschland jetzt lernen muss“ im dtv Verlag – ein klares, pointiertes Plädoyer für mehr deutsche Verantwortung in der Welt. Es ist kein politisches Memobuch. Es ist eine Haltung zwischen zwei Buchdeckeln.
Der Titel ist Programm. Denn Strack-Zimmermann hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie Streit nicht scheut – wenn es um die richtigen Themen geht. Sicherheit, Freiheit, europäische Verantwortung: Das sind für sie keine abstrakten Konzepte, sondern Fragen, bei denen Schweigen keine Option ist.
Klartext, der sitzt – auch wenn er wehtut
Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist nicht für diplomatisches Herumreden bekannt. Sie ist bekannt für Sätze, die in Erinnerung bleiben.
Auf die Frage, ob Deutschland sich in der Sicherheitspolitik zurückhalten solle, antwortete sie unmissverständlich: „Raushalten und sich wegducken ist jedenfalls für eine so große Volkswirtschaft wie Deutschland keine Option und bestenfalls naiv.“
Und zur Frage europäischer Abhängigkeit von den USA: „Wir müssen in Europa Sicherheitspolitik anders denken, anstatt auf die nächste US-Wahl zu starren wie das Kaninchen auf die Schlange.“
Das sind keine Talkshow-Phrasen. Das sind Positionen, die sie mit jahrelanger Ausschussarbeit, mit Reisen in Krisengebiete und mit hunderten Gesprächen mit Militärs, Diplomaten und Staatschefs untermauert hat.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann – Was Europa jetzt schnell lernen muss. Cyber-Attacken, hybride Kriegsführung, Drohnen-Angriffe – Die Zukunft der NATO und der europäischen Sicherheitspolitik.
Und auf die Frage, ob sie eigentlich auch humorvoll sein könne – angesichts der ernsten Themen, die sie sonst beschäftigen: „Ich komme aus dem Rheinland und kann selbstverständlich auch über ernste Themen humorvoll sprechen, weil es meistens auch immer, bei aller Ernsthaftigkeit in der Sache, eine humorvolle Seite gibt. Wenn ich zum Beispiel an den Präsidenten der Vereinigten Staaten denke, dann habe ich eine Vielzahl von humorvollen Ideen.“
Auf der Bühne: Substanz trifft Schlagfertigkeit
Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist nicht nur politisch, sondern auch akademisch tief in ihren Themen verwurzelt. Sie wurde mit dem ukrainischen Verdienstorden ausgezeichnet – einer der wenigen deutschen Politikerinnen, denen diese Ehrung zuteil wurde. Sie ist regelmäßiger Gast bei Caren Miosga, Maischberger, Markus Lanz und im Morgenmagazin – und eine der meistgehörten deutschen Stimmen zur europäischen Sicherheitspolitik.
Was sie auf der Bühne so wirkungsvoll macht: Sie übersetzt hochkomplexe geopolitische Zusammenhänge in klare, direkte Sprache – ohne zu vereinfachen, ohne zu beschönigen. Sie kennt die Akteure persönlich. Sie war in den Räumen dabei, in denen die Entscheidungen fielen. Und sie scheut sich nicht, klar zu sagen, was sie davon hält.
Für wen ist Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann die richtige Rednerin?
Ihre Keynotes entfalten ihre Wirkung überall dort, wo Orientierung in unsicheren Zeiten gefragt ist. Für Unternehmen, die verstehen wollen, wie sich die geopolitische Lage auf ihre Lieferketten, Märkte und Standorte auswirkt. Für Kongresse, die eine Stimme suchen, die europäische Sicherheitspolitik greifbar macht. Für Führungskräfte, die wissen wollen, was die neue Weltordnung für Deutschland und Europa wirklich bedeutet.
Unbequem? Ja. Unvergesslich? Garantiert.
Sie bringt mit, was selten ist: Insiderwissen aus den Schaltstellen europäischer Sicherheitspolitik, gepaart mit der Fähigkeit, es so zu sagen, dass es jeder versteht.
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