„Redefreiheit ist das, wofür Menschen auf der ganzen Welt bis heute sterben.“ – Warum Omid Nouripour Demokratie nicht erklärt, sondern verkörpert.
Es gibt Politiker, die über Freiheit reden. Und es gibt welche, die wissen, was es kostet, keine zu haben.
Omid Nouripour ist 13 Jahre alt, als seine Familie den Iran verlässt. Nicht als Touristen. Nicht als Abenteurer. Wegen des Ersten Golfkrieges wäre ihm ab 14 Jahren die Ausreise nicht mehr gestattet worden. Ein Onkel war hingerichtet worden, ein anderer durch Giftgas verletzt. Die Familie zieht nach Frankfurt am Main – in eine Stadt, eine Sprache, eine Welt, die fremd ist. Und in eine Freiheit, die der Junge nie als selbstverständlich betrachten wird.
Heute ist Omid Nouripour Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Und einer der faszinierendsten Gesprächspartner, die die deutsche Politik zu bieten hat.
Ein Büro, das Joschka Fischer gehörte – und eine Berufung, die fast unmöglich war
An einem Montag im September 2006 betrat er zum ersten Mal sein neues Büro im Bundestag. Zuvor arbeitete dort Ex-Außenminister Joschka Fischer. Nouripour rückte für ihn über die hessische Landesliste nach. Ein Moment, der symbolisch kaum aufgeladener sein könnte: Der Einwandererjunge aus Teheran übernimmt den Platz des großen deutschen Außenministers.
Doch dieser Moment hätte fast nicht stattgefunden. Erst mit dem neuen Staatsbürgerschaftsrecht konnte er 2002 den deutschen Pass bekommen. Ein anderes Gesetz – und es gäbe ihn in diesem Amt nicht.
Das ist keine Randnotiz. Das ist der Kern dessen, was Omid Nouripour auf jede Bühne mitbringt: das Wissen, dass Demokratie, Teilhabe und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind. Dass sie erkämpft, verteidigt und täglich neu gelebt werden müssen.
Außenpolitik, die unter die Haut geht
Von 2013 bis 2021 war Omid Nouripour Außenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, anschließend Obmann im Auswärtigen Ausschuss und Vorsitzender der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe. Von 2022 bis 2024 führte er gemeinsam mit Ricarda Lang die Partei als Bundesvorsitzender.
Das sind beeindruckende Stationen. Aber was Omid Nouripour von anderen Außenpolitikern unterscheidet, ist nicht sein Lebenslauf. Es ist die Tatsache, dass er über die Themen, über die andere analysieren, aus eigener Erfahrung spricht.
Wenn er über den Iran redet, spricht er als jemand, dessen Familie das Regime am eigenen Leib erlebt hat. Wenn er über Flucht spricht, nicht als politisches Konzept, sondern als gelebte Realität. Wenn er über die Ukraine und den Wert europäischer Sicherheit spricht, weiß er aus eigenem Erleben, was es bedeutet, in einem Land zu leben, in dem Krieg kein abstrakt Begriff ist.
Und wenn er über Demokratie spricht – dann mit einer Leidenschaft, die sitzt: „Redefreiheit ist das, wofür Menschen auf der ganzen Welt bis heute sterben. Wir haben schon in unserem Land die Tendenz zu denken, unsere Freiheiten seien vom Himmel gefallen oder seien für immer da – das sind sie aber nicht.“ Einen solchen Satz kann man nicht googeln. Den muss man erlebt haben.
Klartext, Präzision – und ein trockener Humor, der überrascht
Wer Omid Nouripour im Plenum oder in Interviews erlebt, erwartet den ernsthaften Außenpolitiker – und bekommt das auch. Aber er bekommt noch etwas dazu: Schlagfertigkeit, Selbstironie und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen.
Als Vizepräsident des Bundestages kommentierte er jüngst lebhafte Debatten im Plenum mit einem Schmunzeln: „Ich denke mir manchmal, wenn es laut ist: Das ist die himmlische Strafe, so war ich auch!“ – um dann ernsthaft nachzusetzen: „Die Demokratie lebt vom Streit – dem Ausdruck des Ringens um die richtige Lösung.“
Das ist Nouripour in einem Satz: Er nimmt die Sache ernst. Sich selbst nicht immer. Und genau das macht ihn auf einer Bühne so wirkungsvoll.
Was er mitbringt, das kein Briefing ersetzen kann
„Es reicht heute nicht mehr, im stillen Kämmerlein gegen rechts zu sein oder leise für die Demokratie zu sein. Was wir jetzt brauchen, ist eine laute Mehrheit, die einsteht für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie und gegen ihre Feinde.“ – Omid Nouripour
Das ist keine Wahlkampfrhetorik. Das ist die Überzeugung eines Mannes, der weiß, was passiert, wenn diese Mehrheit fehlt.
Für Panels, Talks und Keynotes bringt Omid Nouripour eine Kombination mit, die selten ist: fast zwei Jahrzehnte parlamentarische Erfahrung, außenpolitische Expertise auf höchstem Niveau – in Sicherheits-, Europa- und Migrationspolitik – und eine persönliche Biografie, die alles, worüber er spricht, mit echter Substanz füllt.
Er erklärt nicht, warum Demokratie wichtig ist. Er zeigt es – durch das, was er ist, und durch das, was er sagt.
Für wen ist Omid Nouripour der richtige Gesprächspartner?
Seine Stärke entfaltet sich überall dort, wo Veranstaltungen Tiefe statt Oberfläche wollen. Für Unternehmen, die verstehen wollen, wie geopolitische Entwicklungen ihr Geschäft beeinflussen. Für Kongresse, die eine Stimme suchen, die Außenpolitik menschlich und greifbar macht. Für Panels zu Demokratie, Vielfalt, Europa und internationaler Sicherheit – mit einem Gesprächspartner, der nicht nur Positionen vertritt, sondern sie lebt.
Omid bedeutet auf Persisch: Hoffnung. Wer ihn auf der Bühne erlebt, versteht, warum dieser Name passt.
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