Laut der Katholische Presseagentur Österreich, hat Papst Leo XIV. den Theologen, Philosophen und Sozialethiker Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger für fünf Jahre in das Expertengremium des vatikanischen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen berufen.
Damit wird Kirchschläger künftig eines von zwölf Mitgliedern des Beratungsgremiums sein, das sich mit zentralen ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen beschäftigt. Dazu gehören unter anderem Entwicklungszusammenarbeit, Migration, Umweltschutz und humanitäre Krisen.
Einen besonderen Schwerpunkt möchte Peter G. Kirchschläger auf die ethische Regulierung von Künstlicher Intelligenz legen. Bereits in der Vergangenheit arbeitete er intensiv mit dem Vatikan zu diesem Thema zusammen. Zu seinen zentralen Forderungen gehören eine menschenrechtsbasierte globale Regulierung von KI sowie die Schaffung einer internationalen Agentur für datenbasierte Systeme bei den Vereinten Nationen.
Kirchschläger betont, dass technologischer Fortschritt nicht von wenigen globalen Konzernen bestimmt werden dürfe. Vielmehr müsse Künstliche Intelligenz allen Menschen zugutekommen und verantwortungsvoll im Sinne von Menschenwürde, Menschenrechten und globaler Gerechtigkeit eingesetzt werden.
Neben KI-Ethik will er seine Expertise zu Menschen- und Kinderrechten, Wirtschafts- und Finanzethik, verantwortungsvoller Unternehmensführung sowie Entwicklungszusammenarbeit in das Gremium einbringen. Die Ernennung bezeichnet er als ausserordentliche Ehre und zugleich als grosse Verantwortung.
Peter G. Kirchschläger ist seit 2017 Ordinarius für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik ISE an der Universität Luzern. Seit 2023 ist er zudem Gastprofessor an der ETH Zürich und am ETH AI Center. Als Keynote Speaker beschäftigt er sich mit den grossen Zukunftsfragen an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Ethik, Leadership, Wirtschaft und gesellschaftlicher Verantwortung.
