Anitra Eggler ist Digitalpionierin, KI-Expertin, Autorin und kritische KI-Enthusiastin. Seit 1998 beschäftigt sie sich mit Digitalisierung, Aufmerksamkeit, Produktivität und dem Einfluss von Technologie auf den Menschen. In ihren Vorträgen verbindet sie Humor, Tiefgang und klare Haltung: Nicht weniger digital, sondern besser – und immer Mensch first.
Mit praxisnahen Reality-Checks, Live-Experimenten und scharfem Blick auf die KI-Ära zeigt Anitra Eggler, wie Unternehmen und Menschen Technologie sinnvoll nutzen, ohne Urteilskraft, Kreativität und Menschlichkeit zu verlieren.
Anitra Eggler im Interview:
1. Welche Kernthemen enthalten Ihre Vorträge?
Meine Vorträge beginnen mit einer einfachen Frage:
Was macht Technologie mit Menschen?
Mit unserer Aufmerksamkeit.
Mit unserem Denken.
Mit unseren Beziehungen.
Mit unserer Produktivität.
Und mit unserem Menschsein.
Seit 1998 gestalte ich Digitalisierung an vorderster Front. Als Journalistin, Digitalpionierin, Startup-Mangerin, Autorin, Verlegerin und Unternehmerin habe ich technologische Umbrüche nicht nur beobachtet, sondern ausprobiert, hinterfragt und in meinen Alltag integriert.
Während viele über neue Technologien sprechen, beschäftige ich mich mit ihren Folgen. Ich spreche über:
- Handysucht als Geschäftsmodell.
- KI als Beziehungstechnologie.
- Gehirnschmelze (Brain Melt & Brain Fry) durch Denk-Outsourcing an Technologie & KI.
- KI als Produktivitätsparadoxon
Und über die Frage, wie wir die KI-Ära zu unserer besten Zeit machen.
Ich gehe mit ChatGPT auf die Bühne, skaliere meinen Verlag mit einem KI-Team und mache mich regelmäßig selbst zum Versuchslabor. Von KI-Dating bis Dumbphones: Wo andere Hypes kommentieren, liefere ich Reality-Checks, die Menschen und Unternehmen helfen, klügere Entscheidungen zu treffen.
Mein Anspruch ist dabei seit 1998 immer derselbe:
Nicht weniger digital. Sondern besser.
Und immer: Mensch first.
2. Welches Publikum bzw. welche Branche erreichen Sie mit Ihrer Rede?
Meine Vorträge richten sich an Menschen, die in einer zunehmend digitalen und KI-geprägten Welt erfolgreich bleiben wollen – ohne dabei Fokus, Urteilskraft und Menschlichkeit zu verlieren.
Ich spreche für Führungskräfte, Wissensarbeiter:innen, Unternehmer:innen, Selbstständige und Teams, die verstehen möchten, wie künstliche Intelligenz, Digitalisierung und permanente Vernetzung Arbeit, Kommunikation und Entscheidungen verändern.
Zu meinen Kunden zählen internationale Konzerne, mittelständische Unternehmen, Verbände, Banken, Versicherungen, Industrieunternehmen, Technologieunternehmen, Medienhäuser, Bildungsinstitutionen und Organisationen aus dem Gesundheitswesen.
Besonders gefragt bin ich überall dort, wo Menschen mit den Chancen und Nebenwirkungen technologischer Veränderungen konfrontiert sind: von KI und Produktivität über Führung und Zusammenarbeit bis hin zu Aufmerksamkeit, Fokus und digitaler Selbstbestimmung.
Kurz gesagt:
Meine Vorträge sind für Menschen, die in der KI-Ära erfolgreich und unersetzbar sein möchten – als Mensch.
3. Warum sind Sie ein Premium Speaker und woher nehmen Sie Ihre Kenntnisse?
Ich beschäftige mich seit 1998 mit Digitalisierung – lange genug, um mehrere Technologiewellen kommen, gehen und wiederkommen gesehen zu haben.
Meine Perspektive ist eine ungewöhnliche Mischung aus Journalismus, Unternehmertum, praktischer Technologieerfahrung und über zwei Jahrzehnten Bühnenerfahrung. Als Journalistin habe ich gelernt, kritisch zu recherchieren und die richtigen Fragen zu stellen. Als Startup-Managerin habe ich digitale Innovationen von innen erlebt. Als Autorin, Verlegerin und Unternehmerin nutze ich die Technologien, über die ich spreche, jeden Tag selbst.
Ich glaube nicht an Theorie ohne Praxis.
Deshalb teste ich neue Technologien regelmäßig im Selbstversuch, gehe mit ChatGPT auf die Bühne, arbeite mit einem KI-Team, entwickle eigene Formate und integriere neue Werkzeuge zuerst in mein eigenes Unternehmen, bevor ich darüber spreche.
Meine Vorträge verbinden aktuelle Entwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Erfahrung und eine klare Haltung. Sie zeigen nicht nur, was technologisch möglich ist, sondern vor allem, was für Menschen sinnvoll ist.
Vielleicht macht genau das einen Premium Speaker aus:
Nicht über die Zukunft zu sprechen, sondern sie auszuprobieren – und die wichtigsten Erkenntnisse verständlich, unterhaltsam und unmittelbar nutzbar weiterzugeben.
4. Was bringt die Zukunft? Spielt die «Zeit» in Ihrem Metier eine Rolle? Oder Stetigkeit?
Die Zukunft interessiert mich weniger als das, was gerade passiert.
Viele Menschen sprechen über die Zukunft, als wäre sie ein Ort, den wir irgendwann erreichen. Ich sehe das anders.
Die Zukunft geschieht dauernd jetzt.
Mit jedem technologischen Umbruch. Mit jeder neuen App. Mit jeder Aufgabe, die wir an KI delegieren. Mit jeder Fähigkeit, die wir stärken – oder verlernen.
Meine zentrale Frage lautet deshalb nicht:
Was wird passieren?
Sondern:
Was macht Technologie mit Menschen? Und wie können Menschen das Beste daraus machen?
Ich bin keine Zukunftsforscherin. Ehrlich gesagt misstraue ich allen, die behaupten, die Zukunft zu kennen.
Wir wissen, dass die nächsten zehn Jahre vermutlich mehr Veränderungen bringen werden als die vergangenen hundert. Aber wir wissen nicht, wie diese Veränderungen konkret aussehen werden. Wer heute ehrlich ist, muss zugeben: Wir können nicht einmal mit Sicherheit sagen, was in sechs Monaten passiert.
Die Zeit von VUCA wirkt im Vergleich zur KI-Revolution fast gemütlich.
Deshalb halte ich wenig von Zukunftsprognosen. Mich interessiert die Realität.
Und die Realität ist: Künstliche Intelligenz trifft nicht auf eine digital souveräne Gesellschaft.
Sie trifft auf eine Gesellschaft, deren Aufmerksamkeit zur Ware geworden ist. Auf Menschen, die häufiger aufs Smartphone schauen als in die Augen ihres Gegenübers. Auf Organisationen, die oft schon vor KI unter Informationsflut, Dauerablenkung und Scheinproduktivität gelitten haben.
Genau darüber müssen wir sprechen.
Nicht morgen. Heute.
Bevor wir bestehende Probleme mit KI beschleunigen, automatisieren und skalieren.
Die Technologien verändern sich rasant. Die menschlichen Fragen dahinter bleiben erstaunlich konstant:
Wie treffen wir kluge Entscheidungen?
Worauf richten wir unsere Aufmerksamkeit?
Was macht uns produktiv?
Was macht uns menschlich?
Und wie nutzen wir Technologie, ohne von ihr genutzt zu werden?
Diese Fragen begleiten uns seit Beginn der Digitalisierung. Und sie werden auch die entscheidenden Fragen der KI-Ära sein.
5. Nennen Sie uns Ihr Lebensmotto! Was möchten Sie den Zuhörern unbedingt mit auf den Weg geben?
Mein Lebensmotto lautet:
Nicht weniger digital. Sondern besser.
Ich glaube weder an Technikfeindlichkeit noch an Technologiegläubigkeit. Ich glaube an Menschen.
Wir leben in einer Zeit, in der uns ständig suggeriert wird, wir bräuchten noch mehr: mehr Informationen, mehr Tools, mehr Geschwindigkeit, mehr Effizienz.
Meine Erfahrung nach fast drei Jahrzehnten Digitalisierung ist eine andere:
Nicht alles, was technologisch möglich ist, ist menschlich sinnvoll.
Deshalb möchte ich Menschen ermutigen, Technologie bewusst zu nutzen, statt sich von ihr nutzen zu lassen. Selbst zu denken, statt nur Antworten zu konsumieren. Aufmerksamkeit als Lebenszeit zu behandeln. Und die Fähigkeiten zu stärken, die keine Maschine für uns leben kann: Urteilskraft, Kreativität, Mitgefühl, Humor und Menschlichkeit.
Wenn ich meinen Zuhörerinnen und Zuhörern nur eine einzige Botschaft mitgeben dürfte, dann diese:
Die wichtigste Frage unserer Zeit lautet nicht:
„Was kann KI?“
Sondern:
„Wer willst du werden – und wie kann Technologie dir dabei helfen?“
Denn die Zukunft gehört nicht den Menschen mit der besten KI.
Sie gehört den Menschen, die das Beste aus ihrem Menschsein machen.
